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MEDITERRANE ERNÄHRUNG - Mittelmeerkost

 

"Mediterrane Kost" bezieht sich auf das Ernährungsverhalten, das in den 60er Jahren die ländliche Bevölkerung der Olivenanbaugebiete in Kreta und im mittleren und südlichen Teil Italiens praktizierte.

So einfach sie klingt, so wirkungsvoll ist sie tatsächlich:

 

Wer weniger Fleisch, mehr Brot, viel Gemüse und Fisch, Oliven- oder Rapsöl                                und täglich Früchte auf den Speisezettel setzt,                                                                                      wer Butter und Rahm durch Margarine auf Rapsöl-Basis ersetzt,                                                   kann das Risiko von Herzkreislauferkrankungen und Krebserkrankungen markant senken.
Menschen ohne Alkoholprobleme können ein tägliches Glas Rotwein hinzufügen.

 

Die Bestandteile dieser in Mittelmeer-Ländern häufig anzutreffenden Lebensmittel haben einen starken Stoffwechsel-Effekt, der die Blutfette günstig beeinflusst, der Arteriosklerose vorbeugt und so Krankheiten wie Herzinfarkt, Hirnschlag oder die sogenannte "Schaufensterkrankheit" verhindern hilft.
Heute stimmen Experten darin überein, dass die Bestandteile der mediterranen Ernährung in ihrer Gesamtheit positive gesundheitliche Wirkungen zeigen - dies insbesondere indem sie erhöhten Schutz vor koronaren Herzerkrankungen und verschiedenen Krebserkrankungen wie Brust- oder Dickdarmkrebs bieten.

Die Erfolgsformel

Als Schutzfaktoren der mediterranen Ernährung gelten in erster Linie der hohe Verzehr an Obst und Gemüse zusammen mit frischen Kräutern und Gewürzen, sowie der reichliche Gebrauch von Olivenöl.
Weiterhin positiv ist auch der Ballaststoffreichtum der Nahrung in Form komplexer Kohlenhydrate und der kontrollierte Genuss von Rotwein.
Milchprodukte wie Käse und Joghurt ergänzen die Nahrung, dazu kleine Mengen von Fisch und Geflügel, wenig Rind- und Schweinefleisch.
Insbesondere der geringere Fleischverzehr unterscheidet diese Ernährungsform von einer "westlichen" Ernährungsweise, die in ihrer traditionellen Zusammensetzung Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere ernährungsbedingte Wohlstandskrankheiten fördert.
Olivenöl stellt den zentralen Baustein der Mittelmeerkost dar:
Das aromatische Öl, typisch für griechische Salate, italienischen Nudelgerichte und spanische Fischspezialitäten, enthält bis zu 78 Prozent einfach ungesättigte Fettsäuren. Der Gehalt an Vitamin A und E sowie an Phenolen führt zur besonders starken antioxidativen Wirkung des Olivenöls.

Die wichtigsten Eckpfeiler der mediterranen Ernährung

  • Viele Kohlenhydrate
    Teigwaren, und Brot sind gute Energielieferanten und wirken dank ihres hohen Fasergehaltes verdauungsfördernd. In Deutschland werden durchschnittlich zuwenig Kohlenhydrate verzehrt. In Italien dagegen ist der Pasta-Gang fester Bestandteil jeder Mahlzeit.
  • Viel frisches Gemüse und Obst
    Insbesondere Tomaten, Gurken, Oliven, Knoblauch und Zwiebeln. Auch der tägliche Apfel hat besonders günstige Gesundheitseffekte. Sie enthalten reichlich Nahrungsfasern, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und antioxidative Wirkstoffe.
  • Weniger Fleisch, dafür mehr Fisch
    Die Mittelmeervölker essen deutlich weniger rotes Fleisch und Wurstwaren als wir - dafür mehr Fisch. Fisch enthält - je nach Sorte - kaum Fett und wenn dann günstige Fette (z.b. Omega-3-Fettsäuren).
  • Weniger Fett
    und wenn schon, dann möglichst Olivenöl. Das beliebteste Öl rund ums Mittelmeer enthält antioxidative Wirkstoffe. Wer es nicht mag, sollte zumindest tierische Fette reduzieren und durch pflanzliche Öle (Rapsoel) ersetzen.
  • Ab und zu ein Glas Rotwein
    enthält phenolische Substanzen und wirkt ganz direkt vorbeugend gegen Arteriosklerose. Frauen dürfen maximal 1Glas Wein, und Männer 1-2 Glas täglich konsumieren, sonst droht die Gefahr von Alkoholschäden.
  • Körperliche Bewegung
    Nicht vergessen werden sollte, dass sich vorwiegend körperlich schwer arbeitende Menschen wie Bauern, Schafhirten und Fischer so ernährten. Gibt man heute der bewegungsarmen Bevölkerung in Mitteleuropa die Empfehlung zur mediterranen Kost, so muss damit auch die Empfehlung zu regelmäßiger körperlicher Ausdauerbewegung verbunden sein!
  • Viel Zeit
    Die wichtigste Zutat einer Mahlzeit lässt sich nicht kochen, dafür aber in Mittelmeerländern um so anschaulicher erleben: Sie heißt Zeit und viel Lebensfreude. Genussvolles Essen, gute Unterhaltung und viel Spaß am Tisch und - eben - viel Zeit - das braucht der Körper, um die Nahrung optimal und krankheitsverhindernd verwerten zu können