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Body Mass Index (BMI):
In unserer Wohlstandsgesellschaft ist das Übergewicht
zu dem zentralen Ernährungsproblem geworden. Ganz abgesehen vom weit
verbreiteten Schönheitsideal des schlanken Menschen, gibt es eine Vielzahl
von gesundheitlichen Gründen, die überflüssigen Pfunde zu verlieren.
Sind Sie übergewichtig?
Diese Frage wird in den meisten Fällen relativ einfach
mit "Ja" oder "Nein" beantwortet. In den letzten Jahren haben sich aber
die Kriterien zur Gewichtsbeurteilung geändert.
Das starre Sollgewicht früherer Zeiten wird nunmehr durch einen dynamischen
Bereich, den BODY MASS INDEX (BMI), ersetzt.
Der BMI wird sehr kleinen und sehr großen Menschen wesentlich besser
gerecht als der früher gebräuchliche Broca-Index (Körperlänge in cm
minus 100 = Gewicht in kg).
Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht
(kg), geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (m2).
Er korreliert bei übergewichtigen Personen sehr
gut mit der eigentlichen Körperfettmasse und entspricht dem Gewicht
mit der höchsten Lebenserwartung. Auch die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) definiert ein Übergewicht anhand des BMI.
BMI Berechnung
Hier können Sie Ihren persönlichen BMI-Wert
ermitteln:
http://www.medizin-netz.de/adipositas/framesets/fsetbmi.htm
BMI Beurteilung
| Unter 20 |
Untergewicht |
| Zwischen 20 und 24,9 |
Normalgewicht |
| Zwischen 25 und 29,9 |
Übergewicht |
| Über 30 |
Adipositas |
Ab welchen Wert wird es gesundheitlich riskant?
Das amerikanische Nationale Institut für Gesundheit
hat folgende BMI-Werte definiert, bei deren Überschreitung das Gesundheitsrisiko
deutlich zunimmt:
| BMI |
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| Frauen : 27,3 und mehr |
Männer : 27,8 und mehr |
Der BMI ist jedoch nicht geeignet, um das Gewicht
von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren beurteilen zu können.
Waist / Hip-Ratio (Taillenumfang / Hüftumfang-Verhältnis)
Neben dem Ausmaß des Übergewichtes gilt auch
das Fettverteilungsmuster
als wichtiger Risikoindikator.
- Der "Apfeltyp" entspricht
der typischen bauch- und stammbetonten Fettgewebsverteilung des Mannes.
- Beim "Birnentyp" der Frau
steht die Fettansammlung an den typischen weiblichen Problemzonen, nämlich
Po und Oberschenkel im Vordergrund.
Da die Fettzellen im Bauchbereich wesentlich
stärker verschiedene Stoffwechselfunktionen negativ beeinträchtigen,
stellt die männliche Adipositas im Vergleich zur weiblichen Form ein
höheres Risiko für tödlich verlaufende Herz-Kreislauf-Erkrankungen
dar.
Gerade bei mäßigem Übergewicht muss die Fettverteilung, die nicht
mit dem BMI erfasst wird, bei der Beurteilung des Patienten ergänzend
beachtet werden.
Für die tägliche Praxis eignet sich dafür die Messung des Taillen-Hüftumfang-Quotienten,
der Waist/Hip Ratio (WHR), am besten.
Die Ermittlung des Taillenumfangs erfolgt am stehenden Patienten zwischen
Rippenbogen und Beckenkamm, des Hüftumfang in Höhe des Trochanter
major (seitlicher Knochenhügel am Oberschenkel).
WHR = Taillenumfang / Hüftumfang-Beurteilung

Ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht für
- Frauen bei einer WHR mehr als
0,85
- Männer bei einer WHR mehr als
1.
Eine anhaltende Normalisierung Ihres BMI oder
Ihrer WHR werden Sie nicht mit einer Einmal-Radikalkur oder Wunderpillen
erreichen, sondern nur mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung hin
zu einer fettreduzierten Ernährung:
Je mehr Gewicht Sie abnehmen wollen, desto weniger
Fett sollten Sie zu sich nehmen.
WHR- Berechnung
Hier können Sie Ihren persönlichen WHR-Wert
ermitteln:
http://www.ernaehrung.or.at/gesund/whr.html

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