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1. Lebens- und Ernährungsweise
Um sich optimal auf eine Schwangerschaft vorzubereiten,
sollten Sie als erstes Ihre bisherige Lebens- und Ernährungsweise kritisch
hinterfragen:
- Stellen jetzt sollten Sie und am
besten auch Ihr Partner spätestens jetzt Ihren Zigaretten- und Alkoholkonsum
möglichst ganz ein, um die sonst bestehende Gefahr einer Frühgeburt
bzw. von Fehlbildungen zu vermindern.
- Übergewicht senkt nicht nur
die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Schwangerschaft, sondern
bedeutet auch eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit für eine werdende
Mutter. Versuchen Sie deshalb bitte , "überflüssige Pfunde"
bereits vorher zu verlieren.
- Folsäure ist
das zentrale Vitamin für das Wachstum des Nervensystems und den Verschluss
des Rückenmarkskanals innerhalb der ersten Schwangerschaftswochen, also
zu einer Zeit, in der viele Frauen noch gar nicht wissen, dass sie
schwanger sind. Nehmen Sie deshalb bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft
bis zum dritten Schwangerschaftsmonat hin zusätzlich 0,4 mg Folsäure
pro Tag ein, um Ihr Kleines vor der Entwicklung eines offenen
Rückens zu schützen.
Bei Kinderwunsch gilt deshalb: Pille ab - Folsäure an!
- Jod-Tabletten
sollten Sie während Ihrer gesamten Schwangerschaft und auch während
Ihrer Stillzeit täglich zusätzlich einnehmen, da Jodmangel in ganz Deutschland
weitverbreitet ist. Hierdurch fördern Sie die geistige und körperliche
Entwicklung Ihres Babys und schützen sich selber vor der Ausbildung
eines Jodmangelkropfes.
Benützen Sie also bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zum Kochen nur
jodiertes und fluoriertes Speissalz .

2. Impfschutz = Nestschutz
Lassen
Sie uns vor dem Eintritt einer geplanten
Schwangerschaft gemeinsam Ihren Impfausweis auf evtl. bestehende Impflücken hin
überprüfen, denn Ihren Impfschutz
geben Sie automatisch als "Nestschutz" an Ihr Ungeborenes weiter.
Neben der Wundstarrkrampf-, Diphtherie-
und Kinderlähmung-Impfung am wichtigsten ist
hierbei die Rötelnimpfung.
Im Falle einer Rötelnerkrankung in der Frühschwangerschaft
drohen einem Baby schwerwiegende Missbildungen.
Daher empfehlen
wir Ihnen, vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Rötelnschutz durch
eine einfache Blutuntersuchung in unserer Praxis überprüfen und sich
- falls nötig - impfen zu lassen; beides wird Ihnen von Ihrer Krankenkasse
erstattet.
Weniger bekannt ist, dass auch andere, weit
verbreitete Infektionskrankheiten bei Erkrankung der werdenden Mutter
für das Baby gefährlich werden können:
- Ringelröteln
(Erythema infectiosum)
können in seltenen Fällen zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung für
das Ungeborene werden: bei fehlender Immunität der Mutter sollte während
einer Schwangerschaft der Kontakt mit an Ringelröteln erkrankten Personen
strengstens vermieden werden - eine Impfung gibt es nicht!
- Windpocken
(Varizellen)
in der Frühschwangerschaft können in seltenen Fällen zum Abgang oder
Missbildungen des Kindes führen. Eine Erkrankung der Mutter unmittelbar
vor der Entbindung kann eine lebensgefährliche Infektion des Neugeborenen
verursachen. Bei fehlender Immunität ist eine Impfung vor einer geplanten
Schwangerschaft anzuraten!
- Toxoplasmose
ist eine auch bei uns weit verbreitete Parasitenerkrankung, die vorwiegend
über Katzenkot übertragen wird. Bei Erkrankung des Ungeborenen besteht
die Gefahr eines kindlichen Gehirn- oder Augenschadens: bei fehlender
Immunität sollte während einer Schwangerschaft u.a. engerer Katzenkontakt
vermieden werden.
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Falls
Sie selbst bereits vor einer geplanten Schwangerschaft an einer
dieser Infektionskrankheiten erkrankt waren, besitzen Sie einen
lebenslangen Schutz (Immunität), den Sie automatisch an Ihr Baby
weitergeben.
Wenn Sie nicht wissen,
ob Sie immun sind, ist Ihnen eine Kontrolle mittels einer Blutuntersuchung
anzuraten, die jedoch nicht von Ihrer Krankenkasse erstattet wird.
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3. Beschwerdefreie Infektionskrankheiten
im Scheidenbereich
Um
Ihrem Baby unnötigen Antibiotikakontakt während einer Schwangerschaft zu ersparen,
können Sie sich bereits vor einer geplanten Schwangerschaft auf das
Vorliegen bestimmter übertragbarer Krankheiten untersuchen lassen:
Neben dem für das Baby zwar harmlosen, aber
für die Schwangere sehr unangenehmen Scheidenpilz handelt es
sich hierbei v.a. um die frühzeitige Erkennung einer Chlamydieninfektion
des Muttermundes oder eines Befalles der Scheide mit bestimmten Darmbakterien.
Beide Krankheitserreger können zu Frühgeburten
mit gefährlichen Entzündungen des Neugeborenen sowie der Wöchnerin führen.
Bei fehlenden Beschwerden werden diese vorbeugenden
Untersuchungen als individuelle Wunschleistungen (IGEL)
nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
4. Bestimmung des Eisprungtermines
Mit
Hilfe einer Ultraschalluntersuchung in der Nähe der Zyklusmitte in
Kombination mit
einem Hormonuntersuchung in unserem Praxislabor können wir Ihren jeweiligen Eisprung exakt
vorherbestimmen. Dadurch lässt sich die Wahrscheinlichkeit für
die Befruchtung einer Eizelle und dem Eintritt einer Schwangerschaft
deutlich erhöhen.
Ohne Vorliegen einer Sterilität erfolgt die
Abrechnung dieser individuellen Wunschleistungen (IGEL)
nach der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) gegen Rechnung.
Nützliche Links:
Alles über den Wunsch zum eigenen Kind:
http://www.wunschkinder.net/index.html
Informationen für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch http://www.fertinet.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung http://www.familienplanung.de

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