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BRUST-SELBSTUNTERSUCHUNG: learning by doing

 

Je mehr positive Aufmerksamkeit Sie Ihrer Brust schenken, je besser lernen sie sie und ihre natürlichen Veränderungen kennen, desto eher werden Ihnen erste Anzeichen einer beginnenden Erkrankung auffallen, was Ihnen im Ernstfall das Leben retten kann.

 

 

Das regelmäßige und sorgfältige Abtasten Ihrer Brust eine Woche nach Beginn der Periode kann insbesondere schnell wachsende Knoten rechtzeitig entdecken.
Die Früherkennung ist immer noch die beste Waffe gegen den Brustkrebs:

 

So werden ca. 70% aller bösartigen Tumoren von den betroffenen Frauen selbst entdeckt!

Untersuchungsablauf

1. Stellen Sie sich vor einen Spiegel bei guter Beleuchtung und betrachten Sie Ihre Brust bei locker herabhängenden Armen:

Nehmen Sie sich Zeit und achten Sie auf Veränderungen der Brustwarzen (z.b. Einziehungen), der Brustgröße, der Form der Brüste.

Hat die Brusthaut sich verändert (z.B. Einziehungen der Haut, Vorwölbungen, Rötungen, oder Bildung einer sog. Orangenhaut mit sichtbaren Poren)?

 

 

2. Wiederholen Sie die Selbstbetrachtung Ihrer Brust mit erhobene Armen:

Heben Sie die Arme mehrmals ganz langsam an, achten Sie vor allen auf die Brustwarzen, ziehen Sie sich nach innen? Dies ist aber nur von Bedeutung, wenn die Warzen sich ungleichmäßig einziehen. Zieht sich die Haut an anderen Stellen ein?
Achten Sie auch auf den Unterrand der Brust, die sog. Umschlagsfalte.

 

3. Tasten Sie zunächst im Stehen:

Tasten Sie mit flach aufliegender Hand, die Finger gegeneinander bewegend (Klavierspielen) systematisch die ganze Brust ab. Teilen Sie gedanklich die Brust durch eine senkrechte und eine waagerechte Linie in vier Kreissegmente (Tortenviertel) und untersuchen Sie die Segmente nacheinander.
Untersuchen Sie jeweils mit der gegenüberliegenden Hand. Beginnen Sie jeweils oben außen und untersuchen einen Quadranten nach dem anderen. Am besten beginnen Sie mit dem Tasten am Unterrand des jeweiligen Quadranten. Oben außen ist die Brust meist dichter und knotiger als im den anderen Bereichen. Besonders jüngere Frauen haben knotige Brüste, die allermeisten Knoten sind aber gutartig.
Nicht die Knoten an sich sind das Problem, sondern deren Veränderung.
Prägen Sie sich deshalb den Tastbefund Ihrer Brust gut ein.

 

 

4. Zum Schluss folgt noch die Untersuchung der Achselhöhlen im Stehen:

Heben Sie zunächst den Arm bis zur Hälfte an, legen drei Finger der gegenüber-liegenden Hand hoch in die Achselhöhle und lassen dann den Arm ganz locker hängen.
Tasten Sie vorne und hinten und vor allem oben gegen die Wand des Brustkorbes und achten Sie auf derbe Knoten.
Tastbare Lymphknoten sind meistens vollkommen harmlos und sind nur Ausdruck einer normalen Körperabwehrreaktion. Auffällig sind Knoten über 1 cm, ungleiche Befunde auf beiden Seiten, und vor allem neue Knoten.
Wenn Sie solche Knoten tasten, sollten Sie sie mir umgehend zur weiteren Abklärung zeigen.

5. Wiederholen Sie das Ganze im Liegen:

Besonders die unteren Partien der Brust lassen sich oft im Liegen besser untersuchen.

 

6. Wiederholen Sie ebenfalls die Untersuchung der Achselhöhlen in Liegen:

Zuerst den Arm Abspreizen, die Finger einlegen, dann den Arm an den Körper anlegen und gegen den Brustkorb tasten.

Wann zum Arzt?

Wichtig ist, dass Sie sofort einen Termin in meiner Sprechstunde vereinbaren, wenn Sie bestimmte Veränderungen an Ihrer Brust beobachten:

  • Neu aufgetretene Knotenbildungen, auch wenn sie keine Schmerzen bereiten, sowie Verhärtungen der Brust.
  • Absonderungen aus der Brustwarze, besonders wenn sie blutig sind.
  • Einziehungen der Haut über der Brust oder im Bereich der Brustwarze.
  • Hautvergröberungen ("Apfelsinenschalenhaut").
  • Änderungen der Brustform und Brustgröße.
  • Tastbare Lymphknoten unter der Achselhöhle oder an den Rändern der Brüste.
  • Rötung oder entzündliche Veränderungen der Brustwarzen

Bei Brustkrebs im Anfangsstadium handelt es zunächst um eine lokale, begrenzte Krankheit der Brustdrüse.

Je früher solche bösartige Veränderungen erkannt werden - und dies können vor allem Sie selbst erreichen - desto größer ist die Chance einer vollständigen Heilung.

Deshalb unsere Bitte an Sie:

 

Nehmen Sie Ihre Möglichkeiten wahr !
Gehen Sie einmal im Jahr zur Krebsvorsorge!
Nützen Sie konsequent die Möglichkeiten der Früherkennung, nämlich Vorsorge- und Selbstuntersuchung aus!