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ERWEITERTE BRUSTKREBSVORSORGE

 

Bei der jährlichen Krebsvorsorge in unserer Praxis kontrolliere ich Ihre Brust durch sorgfältiges Abtasten.

Liegt hierbei kein auffälliger Befund vor, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen keine weiteren bildgebenden Untersuchungen, wie z.B mammographie oder Ultraschalluntersuchung.

Ärztlicherseits empfehle ich Ihnen jedoch eine zusätzliche bildgebende Untersuchung der Brust in regelmäßigen Abständen als erweiterte Krebsvorsorge, denn das Abtasten der Brust ist eine zwar sehr wichtige aber leider nur eine relativ ungenaue Untersuchung:

  • Es können nur Knoten ab einer bestimmten Größe erkannt werden, kleinere Veränderungen bleiben in der Gewebestruktur verborgen.
  • Viele Frauen haben sehr dichtes und schwer zu tastendes knotiges Brustdrüsengewebe.
  • Eine große Brust ist beim Abtasten schwierig zu beurteilen.

Hier bieten sich als Erweiterung der einfachen Krebsvorsorge vor allem die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammosonographie) und die Mammographie als individuelle Wunschleistung  an, weil nur dadurch eine Früherkennung von krebsverdächtigen Befunden in ihrem Anfangsstadium möglich ist.

Da Brustkrebs am Anfang eine rein lokal beschränkte Erkrankung ist, erhöht seine Früherkennung noch in seinem Anfangsstadium Ihre Heilungschancen im Krankheitsfall ganz entscheidend!

Ultraschalluntersuchung beider Brustdrüsen (Mammasonographie)

Die strahlenfreie Ultraschalluntersuchung ist ungefährlich und schmerzfrei.

Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung dar:

  • als Erweiterung (IGEL-Leistung) der einfachen Krebsvorsorge: jährliche Ergänzung zu einer ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig alle 2 Jahre durchgeführten Mammographie mit deutlicher Verbesserung der individuellen Risikoabschätzung.
  • zur weiteren gezielten Abklärung von tastbaren oder sichtbaren Veränderungen der Brust (Knoten, Schwellung, Schmerzhaftigkeit, Absonderung) oder auffälligen Mammographiebefunden.
  • bei jungen Frauen vor dem 35. Lebensjahr reicht der Ultraschall wegen des sehr röntgendichten und deutlich strahlenempfindlicheren Gewebes in der Regel alleine vollkommen aus.

Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust)

Die Mammographie ist das wichtigste bildgebende Verfahren mit Übersichtsbildern der ganzen Brust und stellt insbesondere als Suchmethode noch immer den Goldstandard dar.

In der Regel werden zwei Aufnahmen gemacht, eine von oben, eine seitlich schräg von oben. Zur Verbesserung der Bildschärfe muss die Brust zwischen Plexiglasscheiben zusammengedrückt werden. Dies ist zwar unangenehm, verringert aber auch die Strahlendosis ganz entscheidend.

Untersuchungsintervalle und -gründe:

  • Erste Basis-Mammographie ab dem 40. Lebensjahr. Je nach Befund Wiederholung: ab 40. Lebensjahr ca. 2-jährig, ab dem 50 Lebensjahr. dann alle 1-2 Jahre, ab ca. 65 Jahren wieder längere Intervalle.
  • Bei allen tastbaren Auffälligkeiten, Schmerzen, Sekretabsonderung o.a.
  • Als Suchmethode für noch nicht tastbare Herdbefunde und zum Auffindung und Abklärung von nicht tastbarem Mikrokalk in der Brust (IGEL-Leistung)

Zu beachten ist ein geringes Risiko durch Röngtenstrahlen.

Die Mammographie sollte deshalb als Suchmethode bei Gesunden mit unauffälligem Tastbefund erst ab dem 35.-40. Lebensjahr und dann nur alle 1-2 Jahre durchgeführt werden.

Nützliche Links:             http://www.mammographie-screening-online.de

 

Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT)

Bei der MNR wird die Brust nach vorheriger Kontrastmittelgabe in die Vene mit Hilfe starker Magnetfelder in einem Schnittbildverfahren dargestellt.

Es ist eine zeitaufwendige und sehr teuere Untersuchung, so dass die gesetzlichen Kassen nur in besonderen Ausnahmefällen und nach vorherigem Antrag die Kosten erstatten.

Untersuchungsgründe:

  • Bei Verdacht auf mehrere Krebsherde in einer Brust vor einer geplanten Operation.
  • Auffällige Befunde bei voroperierter Brust.
  • Als Ergänzung zur Mammographie und Sonographie in schwierigen Fällen vor der Operation, insbesondere bei nicht tastbaren Herden.
  • Bei Restverdacht nach unauffälliger Zell-/Gewebeprobe (Biopsie).

Trotz sensationeller Pressemitteilungen ist aber auch mit dieser Methode nicht jeder Krebs zu finden.

Und: in ca. 20% der Fälle erhält man "falsch bösartige" Befunde!