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PAP - ABSTRICH

 

Was bedeutet das Ergebnis des PAP- ABSTRICHES?

Im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchung entnehme ich mit einem dünnem Wattetupfer unter Sicht zunächst einen Abstrich von der äußeren Oberfläche des Gebärmutterhalses, anschließend ein zweiten, manchmal als etwas unangenehm empfundenen, Abstrich aus dem Inneren des Gebärmutterhalses.
Die beiden Abstriche werden in eine alkoholische Lösung gegeben, später im zytologischen Institut gefärbt und anschließend auf Zellveränderungen bzw. Krebsvorstufen untersucht.
Die Ergebnisse des Zellabstriches werden nach dem griechischen Arzt  Papanicolaou (PAP-Abstrich) in verschiedene Gruppen eingeteilt.

Wenn Sie in ca. 2-3 Wochen nach dem sog. (Krebs-) Früherkennungsabstrich von uns nicht benachrichtigt werden, so liegt ein unauffälliger Normalbefund vor.

Sie dürfen sicher sein, dass wir Sie umgehend informieren, wenn ein kontroll- oder behandlungsbedürftiger Befund vorliegt.

 

Dünnschichtzytologie

Wir bieten Ihnen in unserer Praxis die Möglichkeit, die Qualität Ihres Krebsabstriches vom Gebärmutterhals im Rahmen der Krebsfrüherkennunguntersuchung zu optimieren: Die neuartige Aufbereitungstechnik des Zellabstriches mittels der Dünnschichtzytologie (Thin Prep -Technik) vom Gebärmutterhals der Frau führt zu einer deutlichen Verbesserung der Probenqualität bei der Krebsvorsorge.                                                                                                                               Da mit diesem Verfahren um bis zu 80% mehr zu untersuchende Zellen erhalten werden, ist dieser Test viel genauer als der herkömmliche PAP-Test. Die Entdeckungsrate von höhergradigen Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses (Pap IIID und höher) wird verdoppelt!                             Bei der neuartigen Dünnschichtzytologie werden die speziellen bürstenartige Abstrichgeräte aus weichem Kunststoff zunächst in ein Spülmedium gegeben, welches ein Maximum an Zellen vom Entnahmegerät abspült. Anschließend werden im Labor Verunreinigungen wie Blut, Schleim oder Entzündungszellen herausgewaschen und nun die verbliebenen "sauberen" Zellen einschichtig ohne jede Überlagerung auf den Objekträger gebracht. Nach erfolgter Anfärbung ermöglicht diese technische Neuerung die exakte Beurteilung Ihres Krebsabsriches in hervorragender Qualität.

Die Dünnschichtzytologie ist die erste wirkliche Verbesserung des herkömmlichen PAP-Abstriches seit seiner Einführung vor 50 Jahren.

 

Derzeit handelt es sich bei diesem innovativem Verfahren noch nicht um eine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen. Wir bieten Ihnen dieses Verfahren jdoch als individuelle Wunschleistung an.     

 

Auffälliger Krebsvorsorge-Abstrich

Es besteht kein Grund zur Panik! Nicht jede Auffälligkeit bedeutet automatisch Krebsvorstufe oder Schlimmeres!.

Auch wenn der Krebsabstrich auffällige Zellveränderungen zeigt: wenn Sie bisher regelmässig zur Kontrolle kamen, haben wir in jedem Fall genug Zeit, die geeignete Behandlung für Sie einzuleiten.

  • Pap. IIw (w = Wiederholung)
    Es liegt ein prinzipiell unverdächtiger, dennoch kontrollbedürftiger, Befund vor:
    Entzündliche Veränderungen von Scheide und Gebärmutterhalskanal können ebenso eine Abstrichwiederholung nach Vorbehandlung mit Scheidenzäpfchen erforderlich machen wie ein ausgeprägter Hormonmangel oder Verunreinigungen durch abgestoßene Zellen, Schleim- oder Blutbeimengungen. In der überwiegenden Anzahl der Fälle ergibt der Kontrollabstrich nach zwei bis drei Monaten wieder einen völlig normalen PAP-Befund.
  • PAP IIID (D = Dysplasie)
    Der Nachweis von Zellen mit leichten bis mittelschweren Zellveränderungen führt dagegen zum Verdacht auf eine sich entwickelnde beginnende Entartung (Dysplasie).
    Keinesfalls besteht jedoch sofort Verdacht auf echten Gebärmutterhalskrebs - vielmehr bilden sich die meisten solcher Vorstufen bei intaktem Immunsystem spontan zurück oder verschlimmern sich nur sehr langsam, so dass ausreichend Zeit zur engmaschigen Beobachtung oder weiteren Behandlung bleibt.
  • PAP III
    Hier liegt ein unklarer, jedoch nicht unverdächtiger Befund vor. Das weitere Vorgehen hängt nach sehr kurzfristiger Abstrichkontrolle von den individuellen Begleitumständen ab.

Muss aufgrund eines auffälligen Krebsabstriches (PAP III, IIID) eine feingewebliche Untersuchung (Histologie) durchgeführt werden, so handelt es sich in der Regel um eine "Konisation".
Bei diesem Eingriff wird in einer kurzen Vollnarkose im Krankenhaus das Gewebe mit den auffälligen Zellen im Bereich des Gebärmutterhalses schonend kegelförmig ausgeschnitten. Ziel der Operation ist eine vollständige Entfernung der Krebsvorstufe bei gleichzeitig möglichst geringem Gewebsverlust am Gebärmutterhals, um den "Verschlussapparat" der Gebärmutter (im Falle späterer Schwangerschaft) nicht unnötig zu schwächen und spätere Frühgeburten zu vermeiden.
Sind durch diesen Eingriff dann alle Bereiche mit Zellveränderungen entfernt, sind anschließend lediglich engmaschige regelmäßige Abstrichkontrollen notwendig.

  • PAP IV A, IV B, PAP V
    Eine weitergehende Krebsvorstufe ist sehr wahrscheinlich, eine sichere Klärung durch sofortige Operation mit feingeweblicher Untersuchung ist dringend geboten. Im sehr seltenen Falle der Diagnose eines Gebärmutterhalskrebses sind dann selbstverständlich weitergehende therapeutische Maßnahmen unumgänglich.

Gebärmutterhalskrebs ist eine der weltweit häufigsten Krebsarten der Frau und wird unter anderem durch die Infektion mit dem humanen Papillomaviren (HPV) hervorgerufen.

Mit dem HPV-Test ist es möglich, das Risiko einer möglichen späteren Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen. Hiermit ist eine größtmögliche Sicherheit für die Patientin zu erreichen.

Ohne Vorliegen einer PAP-Veränderung kann dieser HPV-Test leider nur als individuelle Wunschleistung(IGEL) erbracht werden und muss somit von der Patientin selbst bezahlt werden.