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Eigentlich ist alleine schon die Schwangerschaft
und die Geburt eine Sportdisziplin für sich. Eine Schwangerschaft und
vor allem die Geburt belasten das Herz, den Kreislauf und den Stoffwechsel
ähnlich wie ein Marathonlauf.
Verzichten Sie als Schwangere aber gerade
deshalb nicht auf Sport ! Vorausgesetzt, die Schwangerschaft verläuft
normal, ist maßvoller Sport nicht nur erlaubt, sondern auch für Ihr
psychisches und körperliches Wohl-befinden von großem Nutzen.
Sportliche Betätigung während der Schwangerschaft
bietet viele Vorteile:
- Stärkung der Rückenmuskulatur
- Vorbeugung vor Thrombosen
- Schutz vor übermäßiger Gewichtszunahme
.
- Verbesserung der Sauerstoffversorgung
von Mutter und Kind .
- Erhöhung der körperlichen Leistungsfähigkeit
für die Geburt.
Trainingsablauf
- Ihr gewohntes Bewegungstraining
können Sie auch während der Schwangerschaft fortsetzen. Vermeiden Sie
aber zu hartes Training.
- Stimmen Sie Ihre Übungen auf die
jeweilige Schwangerschaftsphase ab:
Ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sollten Sie Ihre bisherigen sportlichen
Aktivitäten dann langsam reduzieren.
- Ihr Herz muss während der Schwangerschaft
mehr Blut in den Körper zu pumpen. Damit Sie Ihr Herz nicht überbelasten,
sollten Sie darauf achten, dass ihr Puls nicht über 130 pro Minute steigt.
- Wärmen Sie sich langsam und gründlich
auf.
- Achten Sie bei Sport in der Schwangerschaft
auf genügende Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach dem Training
und vermeiden Sie einen starken Anstieg der Körpertemperatur (Die Körpertemperatur
sollte bei Ausdauersportarten nicht längere Zeit über 38 Grad liegen,
da sonst eventuell die Gefahr von Missbildungen des Kindes im ersten
Schwangerschaftsdrittel auftritt).
- Sorgen Sie für eine ausgewogene
Kombination aus Ruhe- und Bewegungsphasen: Legen Sie mindestens zweimal
pro Tag einfach die Füße hoch und entspannen Sie sich.
Schwangerschaftsgeeignete Sportarten
Als besonders empfehlenswert gelten Sportarten,
bei denen das Körpergewicht nicht getragen werden muss, wie z.B. Schwimmen
oder Aqua-Jogging.
Sie entspannen und verbessern die Durchblutung
und helfen lästige Kreuzschmerzen zu lindern.
Fangen Sie langsam und ruhig an. Schwimmen Sie
die ersten drei Mal fünf bis zehn Minuten lang. Danach steigern Sie
sich ganz langsam auf 20 Minuten mit normalem Tempo, zwei- bis dreimal
in der Woche. Die Wassertemperatur sollte bei 20 bis 25° liegen.
Bei unauffälliger Schwangerschaft besteht
hierbei kein Infektionsrisiko für Mutter und Kind.
Auch Schnorcheln ist erlaubt. Einzig auf Gerätetauchen sollte in der
Schwangerschaft verzichtet werden.
Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie nicht
in einen Whirlpool gehen oder in extrem heißem Wasser baden. Hohe Temperaturen
schaden dem Kind. Außerdem haben Sie dort ein erhöhtes Risiko für Scheideninfektionen.
- Ohne Einschränkung erlaubt,
solange es Spaß macht (bis Herzfrequenz 130min):
Schwimmen und Aqua-Jogging, , schnelles Wandern bis 2000 m Höhe, Jogging,
Radfahren (in fortgeschrittener Schwangerschaft Hometrainer besser!),
Gymnastik, Tanzen.
- Erlaubt, aber nur deutlich
unterhalb der submaximalen Belastung:
Laufen, Rudern, Bodenturnen, Skilanglauf ( nicht über 1500 m Höhe),
Tennis, Squash, Badminton, Tischtennis, Segeln.
- Erlaubt, jedoch nur bis
zur 16 SSW (wegen der Sturzgefahr):
Schlittschuh- u. Rollschuhlaufen, Inlineskaten , Hochsprung, Weitsprung,
Kugelstoßen, Diskus u.a.m.
- Nicht empfehlenswert
(wegen des hohen Verletzungsrisikos: v.a. Sportarten mit Zusammenstößen
und Zweikämpfen)
Reiten und Ski-Alpin .
Mannschafts- und Kampfsportarten ( Ballsportarten, Judo, Fechten u.a.m.)
Disziplinen mit hohem Sturzrisiko (Wasserski, Surfen, Geräteturnen u.a.m.)
Höhentraining, Marathonlauf, Triathlon, Tauchen, Bodybuilding, Boxen,
Gewichtheben, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Bungee-Jumping
u.a.m.
Seien
Sie vorsichtig mit schweren Streckübungen, da alle Gelenke und Bänder schwangerschaftsbedingt
elastischer sind als unter normalen Umständen und deshalb
Verletzungen leichter auftreten können.
Warnsymptome beim Sport
Wenn Sie sich beim Sport unwohl fühlen oder
andere Symptome bemerken, sollten Sie auf jeden Fall sofort aufhören.
Treiben Sie keinen Sport und unterbrechen
Sie sofort das Training
- wenn Sie ein Unbehagen mit Augenflimmern
u./o. Kopfschmerzen verspüren,
- wenn Ihnen schwindelig wird
- wenn Sie Schmerzen bekommen
- wenn Sie zu bluten anfangen
- wenn Sie Probleme bei früheren
Schwangerschaften gehabt haben
- wenn Sie einen harten Bauch bzw.
vorzeitige Wehen bekommen.
Abschließend möchte ich noch bemerken:
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Sport in der Schwangerschaft ist kein Ersatz
für die gezielte Schwangerschaftsgymnastik, die Atemtechniken und
spezielle Übungen zur Geburtserleichterung trainiert.
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Sport im Wochenbett
Sie
können ab 4 Wochen nach der Entbindung bei unauffälligem
Wochenbettverlauf mit einem
systematischern Trainingsaufbau
beginnen.
Neben der Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge
muss dabei auf ein langsames, konsequentes Wiederaufbautraining des
Sehnen-, Band- u. Muskelapparates besonderen Wert gelegt werden.
Bei Sportarten mit hohen Belastungen von Sehnen, Bändern, Gelenken und
der Muskulatur ist wegen der Verletzungsanfälligkeit frühestens nach
12 Wochen wieder ein volles Training zu empfehlen.

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