Es ist
ganz normal, wenn Sie als Schwangere besorgt sind, ob sich ihr
Kind normal entwickelt.
Nicht alle Frauen haben jedoch die gleichen
Risiken für bestimmte kindliche Erkrankungen.
Deshalb wird z.B. denjenigen Frauen eine
Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder Chorionzottenbiopsie angeboten,
die über 35 Jahre alt sind (erhöhtes Risiko für zahlenmäßige Störungen
des Erbgutes) oder die ein vorausgegangenes Kind mit einem Neuralrohrdefekt
(z.B. "offener Rücken") hatten.
Altersririko für Trisomie 21 (Down-Syndrom)
| Alter(J) |
20 |
25 |
30 |
35 |
36 |
37 |
38 |
39 |
40 |
41 |
42 |
43 |
44 |
45 |
| Risiko |
1:1528 |
1:1351 |
1:909 |
1:348 |
1:276 |
1:216 |
1:168 |
1:130 |
1:99 |
1:75 |
1:57 |
1:43 |
1:32 |
1:24 |
Fruchtwasseruntersuchungen und andere Eingriffe
sind jedoch nicht ohne Risiken für das Ungeborene möglich, so daß eine
möglichst genaue individuelle Risikoeinschätzung vor der Entscheidung
für oder gegen einen vorgeburtlichen Eingriff wünschenswert ist.
Nackentransparenz
Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche
kann sich bei vielen gesunden Feten vorübergehend eine Wasseransammlung
(Ödem) unter der Haut des Nackens ( das sog. "Nackenödem" oder "Nackentransparenz")
bilden.
Ab einer bestimmten Breite der Nackentransparenz
erhöht sich der Verdacht auf das
Vorliegen gestörten Lymphabflusses
und ist von einem Risiko für eine Erbgutstörung bzw. Mißbildung auszugehen,
das über dem einer 35-jährigen Schwangeren liegt.
Nackentransparenzmessung
Die
Breite der Nackentransparenz erlaubt unter Berücksichtigung
des mütterlichen Alters heute bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche eine
genaue individuelle Risikoeinschätzung für Störungen der Chromosomenanzahl,
insbesondere für Trisomie 21 (Down Syndrom oder Mongolismus).
In Kombination mit einer zusätzlichen
mütterlichen Blutuntersuchung ( PAPP-A und freies Beta-HCG ) kann die
Aussagekraft der Ultraschalluntersuchung weiter verbessert werden.
Wenn die Nackentransparenz im Ultraschall jenseits
einer bestimmten Dicke gemessen wird und die Laboranalysen auffällig
sind, können so immerhin deutlich mehr als 80% der fehlerhaften Chromosomensätze
richtig vorhergesagt werden.
Eine auffällig erhöhte Nackentransparenz
kann auch einen Hinweis auf einen Herzfehler oder andere Fehlbildungen
geben. Deshalb sollte in diesem Fall in der 21./22. Schwangerschaftswoche
eine sorgfältige Organultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Individuelle Risikoabschätzung
Genau wie beim TRIPLE-Test
besteht der Sinn der Nackentransparenzmessung darin, eine
individuelle Risikoabschätzung vorzunehmen. Damit erhält die Schwangere
eine wichtige und frühzeitige Entscheidungshilfe, wenn sie sich noch
nicht sicher ist, ob sie eine Untersuchung der genetischen Erbinformation
des Kindes durchführen lassen möchte.
Ob Sie aus einer eventuellen Risikoerhöhung eine
Konsequenz ziehen möchten und z.B. eine Amniozentese oder eine
Chorionzottenbiopsie durchführen lassen möchten, sollten Sie
im persönlichen Gespräch mit mir erörtern, die Entscheidung
treffen Sie dann für sich individuell!
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Unauffällige Ergebnisse sind keine Garantie
für ein gesundes Kind. Ein sicherer Ausschluß von Erbgutschäden
läßt sich derzeit nur durch gefährlichere Verfahren wie die Fruchtwasserpunktion
(Amniozentese) oder die
Gewebeentnahme aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenbiopsie)
erreichen.
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Unsere für die Nackentransparenzmessung zertifizierte
Praxis unterliegt den strengen Qualitätskontrollen des international
anerkannten Referenz-Zentrums der Fetal Medicine Foundation (FMF) London.
Bitte beachten Sie hierbeui: Die Untersuchung kann
zeitaufwendig sein und in seltenen Fällen ist dieses Zeichen bei
ungünstiger Lage des Feten oder extrem kräftigen mütterlichen
Bauchdecken auch ggf. nicht darstellbar.
Bei der Nackentransparenzmessung handelt es
sich um eine zusätzliche individuelle Wunschleistung (IGEL
), die nicht von den
gesetzlichen Krankenkassen erstattet wird und von der Patientin selbst bezahlt werden muß.
Nützliche links:
Erst-Trimester-Ultraschall - Bedeutung des dorsonuchalen
Ödems (nuchal translucency) Universitaets-Frauenklinik Jena: http://www2.uni-jena.de/ufk/frk_info/inf9710.htm

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