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RINGELRÖTELN (PARVOVIRUS B-19-INFEKTION)

 

Das Parvovirus B-19 ist höchst ansteckend und kommt vorwiegend bei Kindern vor.

Ein typisches Merkmal dieser für Kinder und Erwachsene harmlosen Krankheit ist ein roter Ausschlag auf den Wangen und am Körper, der girlandenförmig und in der Mitte heller ist, daher der Name Ringelröteln.
Bisher gibt es keinen Impfstoff gegen das Parvovirus B19!

Mir erscheint es hierbei wichtig, zu betonen, daß es sich um eine Erkrankung handelt, die nichts mit Röteln zu tun hat!
Ringelröteln sind auch nicht mit dem Auftreten von Fehlbildungen vergesellschaftet.
Ein Schwangerschaftsabbruch ist deshalb auch bei akuter Parvovirus-B19-Infektion nicht angezeigt.

Viele Frauen (ca. 65%) sind durch eine bereits früher unbemerkt abgelaufene Infektion gegen Ringelröteln geschützt.

Im seltenen Fall einer Ersterkrankung an diesem Virus während einer Schwangerschaft, die bei der Schwangeren häufig ohne erkennbare Symptome verläuft, bestehen für das Ungeborenen erhöhte Risiken für:

  • Auftreten einer Fehlgeburt
  • Ausbildung einer ausgeprägten Blutarmut
  • (Anämie) und Wassersucht (Hydrops).

Ringelröteln-Kontakt in der Schwangerschaft

Die Verhütung von Ringelröteln durch Kontaktvermeidung mit erkrankten Personen ist in der Regel nicht möglich, da die Infektion bereits vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend ist. Falls
Sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten, sollten Sie mich deshalb umgehend davon in Kenntnis setzen.

Mittels einer Laboruntersuchung lassen wir dann Ihren Schutz vor Ringelröteln überprüfen:
Geschützt sind Frauen, die eine entsprechende Infektion bereits vor der Schwangerschaft durchgemacht und Antikörper gegen das Virus gebildet haben.

Ringelröteln-Erkrankung in der Schwangerschaft

Wird jedoch bei einer Schwangeren eine akute Ringelrötelninfektion festgestellt, muß das Baby für den Zeitraum von ca. 10 Wochen mittels wiederholter Ultraschalluntersuchungen alle 10 - 14 Tage engmaschig überwacht werden.
Bei einem auffälligem Befund sollte eine weitere Abklärung und evtl. Behandlung noch im Mutterleib (Transfusionen von Blutkonserven) durchgeführt werden.
Somit können die wenigen schwer erkrankten Kinder ohne bleibende Schäden geheilt werden.

 

Abschließend möchte ich ausdrücklich betonen, daß 85% der Schwangerschaften mit akuter B19-Infektion normal verlaufen, d.h. in den allermeisten Fällen wird die Gesundheit des Kindes auch bei einer akuten Infektion der Mutter nicht beeinträchtigt!

 

Nützliche links:

Ringelröteln allg. http://www.allgemeinpraxis.ch/kind07.htm
Prof. G. Enders: PB-19 und Schwangerschaft http://www.medical-tribune.de/080inconsilio/000medizin/ringelroeteln.html