Der TRIPLE-Test ist eine alleinige Untersuchung
des mütterlichen Blutes. Ab der 16. Schwangerschaftswoche werden folgende
drei Hormone im Blut der Mutter bestimmt:
- beta-Choriongonadotropin (beta-HCG).
Mittels eines speziellen Computerprogrammes
läßt sich daraus errechnen, ob ein erhöhtes Risiko besteht, daß das
ungeborene Kind an einem Down-Syndrom (Trisomie 21, "Mongolismus") oder
an einer Spina bifida ("offener Rücken" - ein Verschlußdefekt des Wirbelkanals)
leidet.
Was ist der Sinn des TRIPLE-Tests?
Der TRIPLE-Tests erlaubt es, für die einzelne
Schwangere eine individuelle Risikoabschätzung vorzunehmen. Damit erhält
sie eine weitere Entscheidungshilfe, wenn sie sich noch nicht sicher
ist, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchführen
lassen möchte.
Wem ist der TRIPLE-Test zu empfehlen?
Aufgrund der Empfehlungen des Berufsverbandes
der Frauenärzte und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
gehört es zu meiner ärztlichen Pflicht, jede Schwangere auf den TRIPLE-Test
hinzuweisen und über diesen umfassend zu informieren.
Der TRIPLE-Test ist all den Schwangeren zu empfehlen,
die noch eine Entscheidungshilfe benötigen, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung
mit den damit verbundenen Risiken durchführen lassen sollen.
Dabei ist der TRIPLE-Test besonders für Frauen interessant,
die jünger als 35 Jahre sind:
Ca. 70% aller Trisomie-21-Fälle treten bei Frauen auf, die das 35.
Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deshalb nicht als Risikofälle
gelten, denen somit auch nicht routinemäßig die Durchführung einer Amniozentese
angeraten wird.
Grundsätzlich sollte der TRIPLE-Test ebenso
wie die Fruchtwasseruntersuchung zur Erkennung von chromosomalen Störungen
nur dann durchgeführt werden, wenn die Schwangere daraus auch Konsequenzen
ziehen würde, d.h. also einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen
würde:
Gerne besprechen ich mit Ihnen, was der
Test leisten bzw. nicht leisten kann und wann und wie er am besten durchgeführt
wird. Erst danach sollten Sie sich entscheiden, ob Sie den zusätzlichen
TRIPLE-Test wünschen.
Fazit
Es muß abschließend erneut betont werden, daß
Ihnen auch der TRIPLE-Test genauso wie die Nackentransparenzmessung
oder die alleinige Berücksichtigung des Alters nur eine individuelle
Risikoeinschätzung bieten kann.
Der Triple-Test gibt also an, ob im konkreten
untersuchten Fall ein höheres oder niedrigeres Risiko für ein Kind mit
Down-Syndrom besteht als das Altersrisiko einer 35jährigen Schwangeren
(1:384).
Der TRIPLE-Test kann nicht sagen, ob ein
Kind definitiv krank oder gesund ist.
Sie können dann aber nach ausführlicher
Beratung besser entscheiden, ob Sie das Risiko einer Amniozentese eingehen
wollen oder nicht.
Sowohl der TRIPLE-Test als auch die Nackentransparenzmessung
in der 12. - 14. Schwangerschaftswoche können trotz ihrer hohen Entdeckungsraten
keine absolute Garantie für ein "gesundes" Kind geben.
Außerdem besteht ein Risiko von 1 - 2 % für
schwere Erkrankungen, die man vorgeburtlich nicht erkennen kann bzw.
die nicht durch Chromosomenstörungen bedingt sind.
Die Kosten für die Durchführung des TRIPLE-Tests
werden nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen
und müssen als zusätzliche individuelle Wunschleistung (IGEL) von
den werdenden Eltern selbst getragen werden.

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