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DIAPHRAGMA: damit frau es in der Hand hat

 

Wirkung:

Eine runde weiche Gummimembran von 6-10 cm Durchmesser mit einem elastischen Rand wird in den oberen Teil der Scheide zwischen Schambein und hinterem Scheidenende eingesetzt. Dort dichtet sie wie eine Trennwand den Gebärmutterhals ab und verhindert das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter.

Vorteile:

  • Anwendung nur bei Bedarf.
  • Kann bis zu zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden.
  • "Sie" hat es in der Hand, das mechanische Verhütungsmittel einzusetzen.

Nachteile:

  • mittlere Sicherheit: Pearl-Index 5 - 10. Nur bei korrekter Einlage durch die Patientin vor dem Verkehr und zusätzlicher Verwendung einer samenabtötenden Creme (Spermizid) wird eine dem Kondom ähnliche Zuverlässigkeit erreicht.
  • Entfernung kann frühestens 6-8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr erfolgen (bis alle Samenzellen sicher abgetötet sind).
  • Häufiger auftretende Scheidenentzündungen.
  • Die Größe muss stimmen, d.h. Anpassung durch den Frauenarzt notwendig.
  • Da die untere Scheide ohne "Schutz" bleibt, ist es dem Kondom als Infektionsschutz trotz dickeren Materials deutlich unterlegen!

Für wen geeignet?

  • Für alle Frauen, die nur selten oder unregelmäßig verhüten müssen und dabei keine allzu hohen Ansprüche an die Sicherheit stellen.

Für wen nicht geeignet?

  • Frauen mit immer wiederkehrenden Scheidenentzündungen.
  • Bei Lageanomalien der Gebärmutter oder Anomalien der Scheide.
  • Bei stärkerer Senkung von Scheide und/oder Gebärmutter.

Zusammenfassung:

  • Das Diaphragma kann ähnlich wie das Kondom keine extrem sichere Methode zur Empfängnisverhütung darstellen.
  • Bei nur sehr seltener Gelegenheit "zusammen zu sein" oder nur "relativem" Verhütungswunsch stellt es jedoch eine mögliche Alternative dar.