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Hormonstäbchen IMPLANON - Verhütung, die unter die Haut geht

 

Das Implanon-Stäbchen ist eine neue Methode zur Empfängnisverhütung, die eine sichere und langanhaltende Wirkung gewährleistet.

Wirkung

Das kleine, dünne Kunststoff-Stäbchen wird nach einer lokalen Betäubung auf der Innenseite des Oberarmes direkt unter die Haut eingesetzt.
Sein Wirkstoff Etonogestrel (ein Gestagen = Gelbkörperhormon) ist in einem silikonfreien Kunststoff eingelagert und wird in kleinsten Mengen langsam und gleichmäßig über 3 Jahre freigesetzt.

Die empfängnisverhütende Wirkung beruht:

  • auf einer Hemmung des Eisprungs (Ovulation),
  • auf einer erhöhten Zähigkeit des Gebärmutter-Schleims
  • auf einer Verminderung des monatlichen Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut:

Der Östrogenspiegel der Frau bleibt trotzdem hoch genug, um Hormonmangelsymptome oder gar Osteoporose zu vermeiden.

Vorteile

  • Langzeit-Verhütungsmittel (3 Jahre) mit hoher Sicherheit (Pearl-Index unter 1): einmal eingesetzt kann die Anwenderin das Thema Verhütung für 3 Jahre vergessen.
  • Enthält keine Östrogene und ist damit frei von östrogenbedingten Nebenwirkungen.
  • günstige Nebeneffekte: positiv für Frauen mit erhöhtem Gelbkörperhormon - Bedarf, wie z.B. bei Endometriose, ausgeprägtem prämenstruellem Syndrom, Brustschmerzen u.s.w. Verminderung der Regelstärke und der Regelschmerzen.
  • Nach Implanon-Entfernung normalisieren sich alle Vorgänge innerhalb kurzer Zeit, und es ist schon im 1. Zyklus möglich, wieder schwanger zu werden.

Nachteile

  • Zum Legen und Entfernen sind örtliche Betäubungen mit winzigen Narbenbildungen möglich.
  • Häufig unregelmäßige Schmierblutungen zu Beginn, langfristig häufig Ausbleiben der Regelblutung.
  • Selten Gewichtszunahme, Akne und geringer Haarausfall oder geringe psychische Verstimmungen.

Für wen geeignet?

  • Zur Planung des Zeitraumes zwischen den Schwangerschaften.
  • Zur reversiblen Langzeitverhütung nach Abschluss der Familienplanung.
  • Da Implanon kein Östrogen enthält, ist es besonders für Frauen geeignet, die östrogenhaltige Pillen entweder nicht vertragen oder nicht einnehmen sollten (z.B. Raucherinnen, Alter über 40, Krampfadern u.s.w.).
  • Frauen, die Schwierigkeiten mit regelmäßiger Tabletteneinnahme haben.
  • Zum Aufschieben der 1. Schwangerschaft.

Implanon oder Mirena?

Die Hormonspirale MIRENA ist ähnlich zuverlässig, ähnlich teuer und wirkt fünf Jahre lang, wobei sie insgesamt weniger Hormone abgibt, ohne hierbei den Eisprung  und die Eierstocksfunktion zu hemmen.

Welche Methode für Sie besser ist, können wir in einem persönlichen Beratungsgespräch klären.

Zusammenfassung

IMPLANON stellt eine sinnvolle Alternative für solche Patientinnen dar, die eine sehr hohe Sicherheit wünschen und mit anderen Verhütungsmethoden Schwierigkeiten haben.

Nützliche links:

http://www.implanon.de