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Minipille

 

Wirkung

Die Minipille unterscheidet sich grundlegend von der Kombinationspille. Sie enthält keine Östrogene, sondern nur Gestagene (= Gelbkörperhormone) in ganz niedriger Dosis.

Ihr hauptsächliches Wirkprinzip besteht darin, den Schleimpfropf im Gebärmutterhals für Samenzellen undurchlässig zu machen. Außerdem kann die Gebärmutterschleimhaut ein eventuell doch befruchtetes Ei nicht aufnehmen.

Die Minipille muss täglich ohne Einnahmepause sehr pünktlich eingenommen werden und erreicht nicht ganz die empfängnisverhütende Sicherheit der Ovulationshemmer.

Vorteile

  • Einnahme auch in der Stillperiode möglich
  • Enthält keine Östrogene und ist damit frei von östrogenbedingten Nebenwirkungen.
  • günstige Nebeneffekte: positiv für Frauen mit erhöhtem Gelbkörperhormon-Bedarf, wie z.B. bei Endometriose, ausgeprägtem prämenstruellem Syndrom, Brustschmerzen u.s.w. Verminderung der Regelstärke und der Regelschmerzen.

Nachteile

  • Muss sehr zuverlässig und pünktlich auf die Stunde genau eingenommen werden.
  • Sehr zyklusinstabil, d.h. es kommt relativ häufig zu unregelmäßigen oder ausfallenden Regelblutungen.
  • Wirkt erst nach 14 Tagen. Ein Einnahmefehler bedingt eine 14-tägige Phase fehlenden Empfängnisschutzes.

Für wen geeignet?

  • Nur für disziplinierte Frauen empfehlenswert, die sich an den sehr eng begrenzten zeitlichen Einnahmerahmen halten können.
  • besonders für Frauen, die östrogenhaltige Pillen entweder nicht vertragen oder nicht einnehmen sollten (z.B. Raucherinnen, Alter über 40, Krampfadern u.s.w.).

Für wen nicht geeignet?

  • Frauen, die auf Grund ihres Tagesrhythmus Probleme mit der pünktlichen Einnahme haben.
  • Frauen, die auf jeden Fall ihre regelmäßige Monatsblutung behalten möchten.
  • Frauen, die eine höchstmögliche Sicherheit der Verhütung wünschen

Zusammenfassung

  • Alternative, relativ sichere östrogenfreie Verhütung aus der Gruppe der Gelbkörperhormone. In Zeiten von IMPLANON wegen der deutlich höheren Versagerquote jedoch nur noch Mittel 2. Wahl.
  • Ideal für kurzfristig sicheren Verhütungswunsch, z.b. in Stillperiode.