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STERILISATION DER FRAU (TUBENLIGATUR) - wenn es endgültig sein soll

 

Wirkung:

Bei der Sterilisation der Frau wird die Durchgängigkeit der beiden Eileiter für immer unterbrochen, so dass ein vom Eierstock kommendes Ei und die von der Scheide aufsteigenden Samenzellen nicht mehr zusammentreffen können. Das nicht befruchtete Ei wird vom Körper der Frau abgebaut.

Operation:

Der erforderliche operative Eingriff besteht in einer Bauchspiegelung in Vollnarkose, wobei die Risiken recht gering (aber eben nicht gleich "Null") sind:

Von einem 0,5 cm langen Hautschnitt am Nabel wird eine Optik in die Bauchhöhle eingeführt, anschließend von einem ebenso großen Schnitt am Unterbauch eine kleine Fasszange. Hiermit werden die Eileiter neben der Gebärmutter gefasst, elektrisch verschorft und somit undurchgängig gemacht.

Vorteile:

  • Die Sterilisation gilt als zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung. In neueren Untersuchungen wurde jedoch festgestellt, dass deren Versagerquote wesentlich höher ist als bisher vermutet und zwar umso höher, je jünger die operierte Patientin war! (durchschnittlich 18,5 Schwangerschaften auf 1000 Eingriffe!). Pearl-Index unter 1.
  • Die Hormonproduktion und auch das Lustempfinden sind vom Eingriff absolut nicht betroffen und bleiben unverändert. Einige Frauen bemerken sogar ein regelrechtes Aufblühen ihrer Lust. Der unbehagliche Gedanke an eine ungewollte Schwangerschaft ist nun für immer verbannt, was das sexuelle Beisammensein und die Partnerschaft im Ganzen deutlich stärken kann.

Nachteile:

  • operativer Eingriff in Vollnarkose mit Operatonsrisiko (Vollnarkose, Verletzung von Nachbarorganen in der Bauchhöhle).
  • bleibende Unfruchtbarkeit, die praktisch nicht mehr rückgängig zu machen ist. Entsprechende Versuche, die Eileiter durch eine Operation wieder durchgängig zu machen, haben nur ganz selten Erfolg, sind sehr aufwendig und mit dem erhöhtem Risiko einer späteren Eileiterschwangerschaft behaftet.
  • Funktionsstörungen der Eierstöcke (z.B. Störungen der Gelbkörperphase im Zyklus mit Bildung von Zysten in der Brust, Blutungsstörungen und ein vorzeitiges Eintreten der Wechseljahre) entweder bei unsachgemäßer Durchführung oder anatomischen Varianten infolge einer Schädigung der Blutgefäße der Eierstöcke (das Risiko hierfür liegt unter 1%).

Für wen geeignet?

  • Für alle Frauen, die ganz sicher verhüten wollen und deren Familienplanung sicher abgeschlossen ist.

 

Wie jede endgültige Entscheidung sollte jedoch auch die zur Sterilisation sehr sorgfältig abgewogen werden - eine Änderung der Lebensumstände, Trennung vom Partner oder der Tod von Partner bzw. Kindern kann einen vorher ausgeschlossen erscheinenden Kinderwunsch wieder Wirklichkeit werden lassen - zumal die moderne Medizin die sichere Begleitung der Schwangerschaft auch Frauen in den späten Dreißigern bzw. frühen Vierzigern ermöglicht!

 

Für wen nicht geeignet?

  • Für Frauen, die das Operationsrisiko sowie die nötige Vollnarkose scheuen.
  • Noch keine abgeschlossene Familienplanung.

Alternative:

Ich rate Ihnen, vor einem solchen endgültigen Eingriff die Alternative einer modernen Langzeit-Schwangerschaftsverhütung mit der Hormonspirale (MIRENA - 5 Jahre) oder dem Hormonstäbchen (IMPLANON - 3 Jahre) gründlich zu prüfen.