Die Pille ist das am häufigsten benutzte Verhütungsmittel. Sie ist sicher und hat viele zusätzliche Vorteile. Aber sie stellt auch ein höchst wirksames Medikament mit typischen Nebenwirkungen dar.

Anders als die Minipille (enthält nur Gelbkörperhormone) gibt es die "klassische" Pille immer nur als ein Kombinationspräparat, das aus zwei Hormonkomponenten (ein Gestagen und ein Östrogen) besteht. Sie sind so dosiert, dass ein Eisprung sicher unterdrückt (Ovulationshemmung) und somit eine Schwangerschaft sicher verhütet wird.

  • Vorteile:
    Sehr sichere Wirkung
    Die Pille erlaubt spontanen Geschlechtsverkehr ohne sonstige Vorkehrungen durch permanenten Empfängnisschutz.
    Die Regelblutung wird kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft. Frau weiß genau, wann sie kommt (und kann sie auch mal verschieben).
    Regulierung von Zyklusstörungen.
    Besserung von Hautunreinheiten wie Pickel und Akne sowie von bestimmten Formen des Haarausfalles.
  • Nachteile:
    Eine tägliche korrekte Einnahme ist unerlässlich, möglichst zur gleichen Tageszeit, auch wenn es vielleicht momentan gar nicht notwendig wäre.
    Erbrechen, Durchfall oder Medikamente können die Sicherheit erheblich beeinträchtigen!
    Vorübergehende Probleme am Anfang sind oft Zwischenblutungen, die sich aber im Verlauf der weiteren Einnahme meist legen.
    Durch die dauerhafte Hormonbelastung sind Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Brustspannen oder Gewichtszunahme möglich.
    Erhöhtes Thromboserisiko. Insbesondere, wenn eine familiäre Neigung zu Thrombosen besteht.
    In 1-2% der Fälle deutliche Abnahme des Lustempfindens.

Pille

  • Für wen geeignet?
    Für jede gesunde Frau, die nicht raucht und sehr sicher und flexibel verhüten will, vor allem dann, wenn noch gezielt einer oder mehrere der oben genannten positiven Nebeneffekte gewünscht wird.
  • Für wen nicht geeignet?

    Die Einnahme von Pillen ist mit einem erhöhten Risiko venöser und arterieller thromboembolischer Krankheiten (zum Beispiel Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfall) verbunden.

    Dieses Risiko kann durch zusätzliche Faktoren, insbesondere durch Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Krampfadern erhöht werden. 
    Raucherinnen, die als hormonelle Empfängsnisverhütung die Pille anwenden, haben ein erhöhtes Risiko, an zum Teil schwerwiegenden Folgen von Gefäßveränderungen (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) zu erkranken. Das Risiko nimmt mit steigendem Alter und steigendem Zigarettenkonsum zu.

    Frauen über 35 Jahre, die gleichzeitig rauchen, sollten keinesfalls die Pille anwenden !
  • Zuverlässigkeit:
    Die Pille stellt ein extrem sicheres Verhütungsmittel dar, viele der vermeintlichen "Nebenwirkungen" können im Einzelfall sehr erwünscht und dem Wohlbefinden förderlich sein - unangenehme Nebeneffekte lassen sich oft durch Wechsel des Präparates abstellen.

 

 

 

Anschrift

Praxis 
Dr. Werner Unverdorben
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Präventionsmediziner dgf

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