Bei den meisten Frauen bleiben die Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft normal. Wenn der Blutzucker während der Schwangerschaft jedoch bestimmte Werte übersteigt, liegt eine gestörte Zuckerverwertung in der Schwangerschaft bzw. ein Schwangerschaftszucker oder -diabetes vor.
Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Zuckerkrankheit, die während der Schwangerschaft entsteht und unmittelbar nach der Geburt meist wieder verschwindet.
Sie zählt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen und bedarf einer intensiveren Schwangerschafts- und auch Neugeborenenüberwachung. 
Denn zu den negativen Folgen einer Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft gehören unter anderem:

  • eine gehäufte Fehlbildungsrate
  • Schwangerschaftshochdruck, Präeklampsie
  • ein erhöhtes Risiko der Frühgeburtlichkeit
  • eine übermäßige Gewichts- und Größenzunahme des werdenden Kindes mit der Gefahr einer sog. "Schulterdystokie" bei Geburt
  • Unreife, Geburtsschwierigkeiten und Unterzuckerprobleme des Kindes in den ersten Lebenstagen


Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

oGTTBeim Zuckerbelastungstest wird bei der Patientin morgens nüchtern (nach einer mindestens 10stündigen Phase der Nüchternheit) der Blutzucker bestimmt. Anschließend muss sie innerhalb von 5 Minuten eine 75g Zuckerlösung trinken. Nach einer und nach zwei Stunden wird der Blutzucker erneut gemessen, wobei sie während dieser Zeit im Wartezimmer sitzen bleiben muss, nichts essen oder trinken darf.

Sofern dabei einer der drei Grenzwerte erreicht oder überschritten wird, ist die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes gesichert. Die weitere Betreuung der Schwangeren erfolgt dann in enger Zusammenarbeit mit einer diabetologischen Schwerpunktpraxis.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten bisher leider nur einen einfachen Vortest mit einer einmaligen Blutzuckerbestimmung, für die die Schwangere nicht nüchtern sein muss. Nach Studienlage ist dieses Blutzucker-Suchtest verhältnismäßig ungenau, etwa 15% der Schwangerschaftsdiabetikerinnen werden nicht entdeckt.

Die deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) empfiehlt den 75-g oGTT-Blutzuckerbelastungstest in ihren Leitlinien als den „Goldstandard“ für die frühzeitige Diagnose des Gestationsdiabetes.

Deshalb biete ich Ihnen in unserer Praxis den genaueren oGTT-Test als individuelle Zusatzleistung an.

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Praxis 
Dr. Werner Unverdorben
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Präventionsmediziner dgf

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